Persönliche Erwartungen zum Ausgang der Bayernwahl 2018

Beiträge 61 - 70 von 73
  • RE: Volksfront stagniert

    Wanli, 15.10.2018 02:06, Antwort auf #59
    #61

    Die CSU hat virtuelle 59,1  %, die sich auf 3 Parteien verteilen (bzw. 60+x, wenn man die BP mit berücksichtigt).

    Die Dramatisierung der Medien ist daher in meinen Augen etwas gaga, da die Blöcke letzlich stabil sind.

    Das stimmt im Wesentlichen, einen Linksruck gab es unter dem Strich nicht. Wär natürlich schön, wenn Du die übliche, überflüssige Medienschelte mal lassen könntest, die hier mMn unberechtigt ist.

    Weder wollen die Bayern weniger CSU-Politik (eher wollen sie mehr), noch wollen sie mehr grün, SPD-Wähler präferieren lediglich das Original, repräsentiert durch die (m. E. nusshohle) exaltierte Frohnatur.

    Hier wird es dann fragwürdiger. Die CSU-Granden scheinen ja lange auch angenommen zu haben, dass die AfD "mehr CSU" sei, aber die Wählerwanderungen zeigen, dass ein Gutteil der abtrünnigen Fans das etwas anders sahen und von der CSU etwa ein größeres Bekenntnis zum Umweltschutz oder Merkels Flüchtlingspolitik erwartet hätten.

    Zudem hilft ein konstanter Block rechts der Mitte wenig, wenn er zusammen nicht regierungsfähig ist: Frag mal bei der SPD nach, wie erfreut sie einst war, als sie mit Grünen und der Linken auf eine Mehrheit kam.

  • RE: Volksfront stagniert

    gruener (Luddit), 15.10.2018 02:35, Antwort auf #61
    #62

    nun, überflüssig und unberechigt ist die schelte nicht.

    allerdings erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass ich ähnliches schon vor wochen angeführt habe. nämlich: die blöcke bleiben in bayern stabil.

    ****

    auch deine übrige analse versehe ch mit einem deutlichen fragezeichen - vermeintliche wählerwanderungen her oder her.

    der mitte-rechts-flügel hat sich nur marginal in richtung mitte bewegt. vielmehr ist erkennbar - anhand der parteienergebnisse -, dass im diesem lager - zumindest aktuell in bayern-  eine mehr oder weniger deutliche abkehr vom sogenannten mainstream stattfindet. dazu zähle ich, um den letzten satz zu verdeutlichen, auch die freien wähler.

    ich denke, dass dieser umstand gerne ignoriert wird, weil medial alleine der rigorose sturz der csu - der aus meiner sicht keiner ist - breitgetreten wird.

    für die weitere beurteilung ist m.e. wichtig:

    - das konservative lager verliert nicht an zustimmung, sondern sammelt sich, sofern diese vorhanden, in neuen parteien, die bestimmte alternativlose dinge nicht mittragen.

    - das fulminante ergebnis der grünen wird darüber hinwegtäuschen, dass die eigentliche politische krise nicht rechts, sondern links der mitte stattfindet.

    - an die spezialdemokraten geht der freudlose gruß: willkommen im club der griechischen pasok und der frz. ps. sprich: in der politischen bedeutungslosigkeit.

    *******

    ach ja, der öff-rechtl. führte heute abend ein längeres interview mit dem stellvertr. fraktionsvorsitzenden der afd, holm. (danach war habeck an der reihe, der nur einen abstotterte...)

    mehrmals musste holm betonen, da der redakteur partout auf dem vermeintlich schlechten ergebnis der afd rumritt, dass in bayern ob der freien wähler besondere umstände bestünden. da half auch holms korrekte erklärung, dass bei der bundestagswahl fw-wähler eher csu oder afd gewählt hätten, nichts. minus 2 % ggü. der btw mussten einfach breitgetreten werden - motto: die afd schon klar auf der verliererstraße?! dass im vergleich zur btw gut 10 % mehr für die konservative fw stehen, und die afd nur 2 % eingebüßt hat ... kein wort.

    man merkt, wie beschissen peinlich die - es muss mal wieder sein! -"systemmedien" agieren, dass man unwillkürlich sich auf die seite der afd schlagen muss. weil das sture verhalten der medialen gegenseite nur kopfschütteln auslöst.

  • RE: Erwartungen zum Ausgang der Bayernwahl 2018 - die Kleinen: Nachtrag

    gruener (Luddit), 15.10.2018 05:03, Antwort auf #31
    #63


    seit gestern abend wissen wir:

    die ödp traut sich nicht über sex-verbote zu reden, sehr wohl aber über 1,6 %.

  • RE: Volksfront stagniert

    Mirascael, 15.10.2018 09:43, Antwort auf #62
    #64

    ch denke, dass dieser umstand gerne ignoriert wird, weil medial alleine der rigorose sturz der csu - der aus meiner sicht keiner ist - breitgetreten wird.

    Deine Analyse ist sogar noch korrekter:

    Da die Wahlbeteiligung von 63,6 % auf 71,8 % gestiegen ist (+8,2 %), ist das Ergebnis der CSU im Jahre 2013 als Vergleichsbasis zu 2018 nur 42 % (x = 47,7 % * 63,6 % / 71,8 %), die prozentualen Verluste betragen also eigentlich nur 5 % (ähnliches gilt prinzipiell für alle gemäßigten Parteien, spielt bei denen aufgrund der kleineren prozentualen Ausgangsbasis aber eine deutlich geringere Rolle).

    Die erhöhte Wahlbeteiligung kommt aufgrund der erhitzten politischen Debatte mitsamt gesellschaftlicher Polarisierung nämlich primär den ach so kühnen Recken der Antifa und ihren dezidierten Gegnern, die in diesem Bild versuchen die FDGO-Burg vor der Erstürmung und Plünderung durch rot-grün gewandete Raubritter zu verteidigen, zugute.

  • RE: Erwartungen zum Ausgang der Bayernwahl 2018 - die Kleinen: Nachtrag

    sharpnutzer, 15.10.2018 10:44, Antwort auf #63
    #65

    Aber kein Vergleich zur MINI- mut.  kommt gerade auf 1/3 Prozent, also Faktor 18 zu 6%.

    1,6 % ist da schon der 5- fache Erfolg. Piraten stärker als die Spaßpartei, LKR noch schwächer als die Humanisten, welch Überraschung.

    Nur richtig getippt, BP stärker als ÖDP. Linke weit unter 4 %.

    http://www.wahlrecht.de/news/2018/landtagswahl-bayern-2018.html

    Und als 10. -stärkste Partei kann man die ungültig Wähler ansehen. Sie liegen weit vor den Piraten +  der Titanic-partei( mehr als doppelt so stark ! )

  • Bayernwahl 2018 - die Linke

    drui (MdPB), 15.10.2018 20:00, Antwort auf #65
    #66

    Mich hat va. das schlechte Abschneiden der Linken überrascht. Man hätte meinen können, sie profitiert von der Halbierung der SPD und deren verschenkten 11% (und dem Ruck der Grünen hin zur Mitte), aber einen Tag vor der Wahl hatte man nichts besseres zu tun als Sarah Wagenknecht nach Bayern einzuladen, während gleichzeitig in Berlin die größte linke Demo seit 15 Jahren stattgefunden hat, auch mit bayerischen #Ausgehetzt-Aktivisten.

    Man kann darüber streiten, ob Wagenknecht den Auftrieb abgebremst hat, aber dienlich waren ihre Querfront-Ergüsse sicher nicht für die Bayernwahl. Thematisch wäre viel mehr zu holen gewesen mit den Mietexplosionen und den reaktionären Söder-Programmpunkten. Von daher gebe ich dem Grünen recht, dass in Bayern ein massiver Rechtsruck stattgefunden hat, nur die Mitte wird etwas durchlässiger. Man muss auch die extremen Stadt-Land-Unterschiede berücksichtigen. Tendenziell ist zu erwarten, dass die Grünen in den Städten die SPD weitestgehend aufsaugt und dort noch stärker werden und das ganz langsam auch auf die Kleinstädte und das Land überschwappt. Noch räumt die CSU auf dem Land aber alles ab und fast überall auf dem Land wurde die AfD zweitstärkste Partei.

  • RE: Bayernwahl 2018 - die Linke

    Mirascael, 15.10.2018 21:37, Antwort auf #66
    #67

    Mich hat va. das schlechte Abschneiden der Linken überrascht.

    Also für bayerische Verhältnisse war das Abschneiden der SED eigentlich recht ordentlich.

    Zumal Linksextremismus in Bayern traditionell nie so ein Thema war.

  • RE: Bayernwahl 2018 - die Linke

    drui (MdPB), 15.10.2018 21:59, Antwort auf #67
    #68

    3,2% sind selbst für Bayern mies, 2008 lag sie schon mal bei 4,4%, und da hatte die SPD noch 19% bekommen. Wenn sie weiterhin nur ein Zehntel der frustrierten SPD-Wähler bekommt, müsste die SPD 2023 auf minus 10% kommen, damit die Linke auch mal in den bayerischen Landtag einzieht. Eher unwahrscheinlich.

  • RE: Bayernwahl 2018 - die Linke

    sorros, 15.10.2018 22:12, Antwort auf #66
    #69
    Noch räumt die CSU auf dem Land aber alles ab und fast überall auf dem Land wurde die AfD zweitstärkste Partei.

    Woher nimmst Du das? Nach meiner grob überschlägigen Betrachtung sind die FW auf dem Land stärker als die AfD.
    https://www.landtagswahl2018.bayern.de/stimmkreisuebersicht.html

  • RE: Bayernwahl 2018 - die Linke

    drui (MdPB), 16.10.2018 00:27, Antwort auf #69
    #70

    Du hast Recht. Ich hatte gestern im BR die Erststimmenanalyse für Niederbayern und die Oberpfalz verfolgt, da lag die AfD bei den meisten Stimmkreisen auf Platz 2, aber ev. war das dann bei den Gesamtstimmen anders oder die Briefwähler haben nochmal einen Schub für die FW gegeben. Der Abstand zwischen dem schlechtesten (3,7%, München-Mitte) und besten (16,2%, Regen, Freyung) AfD-Ergebnis ist aber klar, Platz 1-6 ist München und dann kommen auch fast nur größere Städte.

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