CDU-Vorsitz 2018: "Hintergrund"-Bericht/ Einschätzungen

Beiträge 11 - 20 von 161
  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    Bergischer, 17.11.2018 00:20, Antwort auf #10
    #11

    Die Grünen dürften auf Merz hoffen und werden wochenlang tanzen und feiern, sollte er Vorsitzender und ev. später Kanzler werden.

    Die Grünen dürften auf Merz hoffen und werden wochenlang tanzen und feiern, sollte er Vorsitzender und ev. später Vize-Kanzler werden ... in einer grün-schwarzen Regierung ;-)

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    FreundvonLI, 17.11.2018 00:55, Antwort auf #10
    #12
    Die sind innenhalb von 6 Monaten (trotz aller Widerstände des Luddits und Gabor Steingarts) von 13% auf 23% förmlich explodiert, die AfD ist bei 14% geblieben.

    Aber doch nur wegen der für sie freundlichen Presse.

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    gruener (Luddit), 17.11.2018 01:26, Antwort auf #12
    #13
    Die sind innenhalb von 6 Monaten (trotz aller Widerstände des Luddits und Gabor Steingarts) von 13% auf 23% förmlich explodiert, die AfD ist bei 14% geblieben.

    Aber doch nur wegen der für sie freundlichen Presse.

    steingart lobt seit wochen habeck weit über den klee.

    ich wiederum fordere weiterhin unverbesserlich wie beratungsresistent - auch weil längst überfällig - die errichtung eines blogs namens "wie habock mit baerbeck die welt rettet".  (meinetwegen darf der notfalls auch lauten: "von den österreichischen grünen lernen, heißt siegen lernen")

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    drui (MdPB), 17.11.2018 11:32, Antwort auf #13
    #14

    steingart lobt seit wochen habeck weit über den klee.

    Höre ich da etwa Kritik heraus am geliebten Schreiberling? Vielleicht bis Du ja doch nicht beratungsresistent!

    Wie auch immer, natürlich bekommen die Grünen eine sehr positive Presse, schon weil alle anderen Parteien derzeit in einem noch desolaterem Zustand sind. Solche medialen Liebesbeweise sind nicht von langer Dauer, aber das ändert nichts daran, dass sich die Sicht auf die Grünen offensichtlich geändert hat: Sie gelten nicht mehr als links-liberale Themenpartei mit einer natürlichen Prozentgrenze, sondern als zukünftige Volkspartei der Mitte, mitten im gutverdienenden bürgerlichen Milieu. Was mir nicht unbedingt gefällt. Va. Frauen in den Städten fliegen ihr zu. Trotz Bayern- und Hessenwahl hat die Union nicht erkannt, woher ihr die wirkliche Gefahr droht.

    Die AfD hat sich mit dem Marsch ihrer Führung gemeinsam mit Neonazis selbst ins Bein geschossen, sie mag in Sachsen und Sachsen-Anhalt stärkste Partei werden, kriegt aber im Westen nur noch den Bodensatz an Fremdenfeinden. Ihre Finanzen werden leiden, wenn die Millionen aus der Schweiz nicht mehr fließen sondern zurückgezahlt werden müssen, der Schutz von Gesinnungskollegen aus den Geheimdiensten wird wegfallen, womöglich werden sie sogar beobachtet werden wie früher die NPD. Aber die AfD scheint zumindest noch in der Union überzeugend Panik zu verbreiten, so dass die freiwillig drei Schritte nach rechts geht.

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    gruener (Luddit), 17.11.2018 18:37, Antwort auf #14
    #15

    steingart lobt seit wochen habeck weit über den klee.

    Höre ich da etwa Kritik heraus am geliebten Schreiberling? Vielleicht bis Du ja doch nicht beratungsresistent!

    selbstverständlich!

    ich teile diverse gedanken und ideen von gabor steingart, sehe aber ebenso deutlich die differenzen. ich bin niemand, der sich sein umfeld danach aussucht, dass es zu mind. 99,9 % übereinstimmt. das wäre ein langweiliges schmoren im eigenen saft. offene diskurse mit freiem ausgang, neue entwicklungen usw entstehen nur unter personen mit unterschiedlichen auffassungen.

    Wie auch immer, natürlich bekommen die Grünen eine sehr positive Presse, schon weil alle anderen Parteien derzeit in einem noch desolaterem Zustand sind. Solche medialen Liebesbeweise sind nicht von langer Dauer, aber das ändert nichts daran, dass sich die Sicht auf die Grünen offensichtlich geändert hat: Sie gelten nicht mehr als links-liberale Themenpartei mit einer natürlichen Prozentgrenze, sondern als zukünftige Volkspartei der Mitte, mitten im gutverdienenden bürgerlichen Milieu. Was mir nicht unbedingt gefällt. Va. Frauen in den Städten fliegen ihr zu. Trotz Bayern- und Hessenwahl hat die Union nicht erkannt, woher ihr die wirkliche Gefahr droht.

    die grundzüge deiner analyse teile ich. auch sehe sehe einen wandel innerhalb der grünen, der zumindest aktuell das image als verbotspartei gut kaschiert.

    (warum nur "gut kaschiert"? - wenn ich einmal nur das mitunter radikale, auch andere meinungen negierende auftreten der grünen heerscharen auf dieser plattform heranziehe, dann ahne ich: da hat man einmal mehr lediglich einem wolf ein schafspelz übergestülpt. )

    was ich aber vor allem registriere, ist eine erneute, durch eine "große" koalition ausgelöste blase. traf es vor jahren die fdp, dürfen sich aktuell die grünen daran erfreuen. im englischen gibt dafür jedoch ein schönes sprichwort: the higher they climb the deeper they fall. - siehe fdp.

    blicken wir ins europäische ausland, so finden wir dort diverse grüne höhenflüge in den letzten 20 jahren: lettland, tschechien, österreich, frankreich, schweden - sie alle endeten als mehr oder weniger bedeutungsloser bodensatz.

    ach ja, zum schluss die frauen: der grünen lieblinge. den meisten ihrer wählerinnen dürften an einem ähnlichen schicksal leiden wie viele aktivistinnen innerhalb der grünen... eingeengt durch eine klassische beziehung, die nach dem klassischen muster funktioniert und ihnen die traditionelle weibliche rolle zuweist, wagen sie einmal die woche den großen aufstand, machen einen auf radikale feministin, um gleich danach wieder an den herd zu eilen. voll in der fatalen tradition der suffragetten.

    klar, die suffragetten erkämpften das längst überfällige wahlrecht für frauen, waren ansonsten eine erzkonservative, rückwärts gewandte und streng moralische bewegung. ihnen verdankt die welt u.a. die prohibition, und in deren konsequenz mafiose strukturen, an denen die usa bis heute leiden, sowie - ja nennen wir es beim namen - hundertausende von toten.

    ******

    den absatz zur afd übertrage ich später in einen anderen thread.

    hier nur so viel: auch die grünen riefen in ihrer anfangszeit häufig zu demonstrationen auf, an denen sich auch kommunisten beteiligten. nicht allein dkp-nahe organisationen, sondern auch extremistische splittergruppen wie der kbw, mlpd, kb und andere. von den altnazis in der grünen bewegung einmal ganz zu schweigen. von den ex-kommunisten (damit meine ich nicht ehemalige dkp'ler - das waren doch im grunde liberale weicheier oder revanchisten), die weiterhin in vielen bereichen die grünen dominieren, ebenso.

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    sorros, 17.11.2018 20:04, Antwort auf #15
    #16
    Wie auch immer, natürlich bekommen die Grünen eine sehr positive Presse, schon weil alle anderen Parteien derzeit in einem noch desolaterem Zustand sind. Solche medialen Liebesbeweise sind nicht von langer Dauer, aber das ändert nichts daran, dass sich die Sicht auf die Grünen offensichtlich geändert hat: Sie gelten nicht mehr als links-liberale Themenpartei mit einer natürlichen Prozentgrenze, sondern als zukünftige Volkspartei der Mitte, mitten im gutverdienenden bürgerlichen Milieu. Was mir nicht unbedingt gefällt. Va. Frauen in den Städten fliegen ihr zu. Trotz Bayern- und Hessenwahl hat die Union nicht erkannt, woher ihr die wirkliche Gefahr droht.

    die grundzüge deiner analyse teile ich. auch sehe sehe einen wandel innerhalb der grünen, der zumindest aktuell das image als verbotspartei gut kaschiert.

    (warum nur "gut kaschiert"? - wenn ich einmal nur das mitunter radikale, auch andere meinungen negierende auftreten der grünen heerscharen auf dieser plattform heranziehe, dann ahne ich: da hat man einmal mehr lediglich einem wolf ein schafspelz übergestülpt. )

    Mir gefällt es daß wir "als zukünftige Volkspartei der Mitte, mitten im gutverdienenden bürgerlichen Milieu" gehandelt werden.
    Und was das missionarisch linke Auftreten bertrifft, wird das zur Zeit gerade marginalisiert.
    Es ist allerdings nicht gesichert, daß das wirklich funktioniert, dann wäre der Aufschwung tatsächlich gefährdet.

    was ich aber vor allem registriere, ist eine erneute, durch eine "große" koalition ausgelöste blase. traf es vor jahren die fdp, dürfen sich aktuell die grünen daran erfreuen. im englischen gibt dafür jedoch ein schönes sprichwort: the higher they climb the deeper they fall. - siehe fdp.

    blicken wir ins europäische ausland, so finden wir dort diverse grüne höhenflüge in den letzten 20 jahren: lettland, tschechien, österreich, frankreich, schweden - sie alle endeten als mehr oder weniger bedeutungsloser bodensatz.

    Der Hinweis auf die FDP ist nicht unberechtigt. Wir müssen schon aufpassen, daß wir auf dem Teppich bleiben.
    Aber das sollte mit der neuen Parteiführung und den zu erwartenden neuen Mitgliedern, aus der bürgerlichen Mitte, hinzukriegen sein. Die nächsten Koalitionsverhandlungen werden das zeigen.
    Die einzelnen grünen Parteien und ihr Platz in der Gesellschaft ist mit unserer außer bei Schweden nicht vergleichbar.
    Und in Schweden hat das liberale Bürgertum ein anderes Angebot gefunden. Das hat der Dressman Lindner mit seiner narzistischen Verantwortungslosigkeit halt verrissen.

    ach ja, zum schluss die frauen: der grünen lieblinge. den meisten ihrer wählerinnen dürften an einem ähnlichen schicksal leiden wie viele aktivistinnen innerhalb der grünen... eingeengt durch eine klassische beziehung, die nach dem klassischen muster funktioniert und ihnen die traditionelle weibliche rolle zuweist, wagen sie einmal die woche den großen aufstand, machen einen auf radikale feministin, um gleich danach wieder an den herd zu eilen. voll in der fatalen tradition der suffragetten.

    klar, die suffragetten erkämpften das längst überfällige wahlrecht für frauen, waren ansonsten eine erzkonservative, rückwärts gewandte und streng moralische bewegung. ihnen verdankt die welt u.a. die prohibition, und in deren konsequenz mafiose strukturen, an denen die usa bis heute leiden, sowie - ja nennen wir es beim namen - hundertausende von toten.

    ******

    den absatz zur afd übertrage ich später in einen anderen thread.

    hier nur so viel: auch die grünen riefen in ihrer anfangszeit häufig zu demonstrationen auf, an denen sich auch kommunisten beteiligten. nicht allein dkp-nahe organisationen, sondern auch extremistische splittergruppen wie der kbw, mlpd, kb und andere. von den altnazis in der grünen bewegung einmal ganz zu schweigen. von den ex-kommunisten (damit meine ich nicht ehemalige dkp'ler - das waren doch im grunde liberale weicheier oder revanchisten), die weiterhin in vielen bereichen die grünen dominieren, ebenso.

    Naja der Feminismus hat seine Gefahren wenn er übertrieben wird, aber auch das mildert sich.
    Und was die Einschätzung der verschiedenen linken Gruppierungen in den 70er und frühen 80er betrifft, hast Du schlicht keine Ahnung , auch wenn du die Reste der verschiedenen Gruppierungen bei ihrem Todeskampf vielleicht noch beobachtet hast.

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    drui (MdPB), 17.11.2018 21:16, Antwort auf #16
    #17

    Eine gute Diskussion hier, finde ich. Ich bin auch eher skeptisch, dass eine grüne Volkspartei längerfristig funktioniert, aber die anderen Parteien scheinen das derzeit unbedingt zu wollen. Der Unterschied zur FDP ist, dass diese nie eine eigene, klare Haltung außerhalb eines Personenkults um Lindner zeigen konnte und dann zum anderen ihr wesentliches Merkmal, den Willen zu Macht und zur Verantwortungsübernahme in einer Regierung verraten hat. Noch lächerlicher wird es, wenn jetzt Lindner aus seinem Loch kommt und unbedingt Jamaica will, weil es ohne Merkel ja viel besser wäre als vor einem Jahr mit Merkel. Das ist so dermaßen Kindergarten, dass ihn niemand mehr ernst nehmen kann.

    Vielleicht kann hier ja mal eine weibliche Wafi-Teilnehmerin (sofern es die gibt) was zu Feminismus bei den Grünen oder die Wahrnehmung ihrer Interessen in anderen Parteien sagen. Ich sehe eher wenig radikalen Feminismus bei den Grünen, aber deren Quote erlaubt eben personell und thematisch eine weiblichere Politik als z.B. bei der Union (20%), FDP (22%) oder der AfD (9,6% Frauen-Anteil im Bundestag). Die SPD und die Linke haben zwar auch einen sehr hohen Frauen-Anteil, aber letztere eben keine bürgerliche Ausrichtung und erstere hat Andrea Nahles. Ich denke, dass eine Volkspartei langfristig ein Problem hat, wenn der Gender-Gap zu groß wird, das zeichnet sich gerade z.B. bei den US-Republikanern ab. Und die gesamte deutsche Politik rechts von der Mitte hat ein großes Frauenproblem (oder die Linke ein Männerproblem?), trotz Merkel und Kramp-Karrenbauer. Die haben ja z.B. kein Problem damit, dass Ärzte politisch und strafrechtlich verfolgt werden, weil sie sagen, dass sie im Rahmen der Gesetze abtreiben. Die Union verteidigt diesen Rache-Paragraphen mit Zähnen und Klauen, einfach nur um die zu kriminalisieren, die Frauen helfen. Und die SPD ist zu dumm, diesen Umstand für sich zu nutzen.

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    FreundvonLI, 17.11.2018 22:53, Antwort auf #14
    #18
    Die AfD hat sich mit dem Marsch ihrer Führung gemeinsam mit Neonazis selbst ins Bein geschossen, sie mag in Sachsen und Sachsen-Anhalt stärkste Partei werden,

    Das reicht allerdings, um CDU/CSU auf einen rechten Kurs zu bringen. Die Linke ist auch nur im Osten stark und treibt die SPD bundesweit nach links.

    Egal wer der neue CDU-Vorsitzende wird, ein Kurs nach rechts wird kommen. Nur ein Chef namens Daniel Günther könnte das verhindern, aber er stellt sich nicht zur Wahl.

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    Mirascael, 18.11.2018 12:31, Antwort auf #10
    #19

    b) das Problem nicht doch ein ganz anderes ist: die CDU verliert massiv liberale und weibliche Anhänger an die bürgerliche Partei "Die Grünen". Die sind innenhalb von 6 Monaten (trotz aller Widerstände des Luddits und Gabor Steingarts) von 13% auf 23% förmlich explodiert, die AfD ist bei 14% geblieben. Sollte ein Friedrich Merz der Richtige sein, diese Wähler zurückzugewinnen?

    Sorry, aber ist die gleiche Fehleinschätzung, der Du schon bei Deiner Prognose zur Wahl in Hessen (und Bayern) auf den Leim gegangen bist.

    Die Gewinne von Grünen und Linken gleichen unterm Strich die Verluste der SPD nicht aus (und dabei sind noch nicht mal die Piraten mit berücksichtigt).

  • RE: CDU-Vorsitz: "Hintergrund"-Berich t/ Einschätzungen

    drui (MdPB), 18.11.2018 14:52, Antwort auf #19
    #20

    Die Gewinne von Grünen und Linken gleichen unterm Strich die Verluste der SPD nicht aus (und dabei sind noch nicht mal die Piraten mit berücksichtigt).

    Das mag ein Trost für die CDU sein, hilft ihr aber nicht bei ihren eigenen Verlusten.

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