Nach den Midterms 2018: Licht und Schatten

Beiträge 51 - 60 von 64
  • Alltag in den USA

    drui (MdPB), 28.11.2018 11:01, Antwort auf #50
    #51

    Noch eine Rassistin wird US-Senatorin und gewinnt mit 54 zu 46%. Der Senat wird nun mit 53:47 von der GOP beherrscht.

    https://www.politico.com/story/2018/11/27/mississippi-senate-runoff-espy-hyde-sm ith-1021285

    Ein einjähriges Kind stirbt nach der Inhaftierung durch Trumps Grenzpolizei, die Mutter verklagt die Regierung auf 60 Millionen Dollar.

    https://thehill.com/latino/418597-mother-of-toddler-who-died-after-ice-detainmen t-sues-us-for-60-million

  • Tränenreiche Unterhaltung

    Wanli, 28.11.2018 18:56, Antwort auf #51
    #52

    Ein einjähriges Kind stirbt nach der Inhaftierung durch Trumps Grenzpolizei, die Mutter verklagt die Regierung auf 60 Millionen Dollar.

    Während Fotos um die Welt gehen, die den Einsatz von Tränengas gegen Mütter mit kleinen Kindern an der Südgrenze zeigen, versucht sich der Mann im Weißen Haus in Schadensbegrenzung: Oft seien die gezeigten Frauen ja gar nicht die wirklichen Mütter, hätten die Kleinen stattdessen entführt, um (ihrerseits) auf die Tränendrüse zu drücken.

    In reality, it is the Trump administration, not the caravan, that has a proven interest in the “very violent, horrible thing” of grabbing Central American children and separating them from their parents.

    The president went on to assert, without evidence, that “over 500 people” traveling in migrant caravans were  “serious criminals and gang members,” adding that some nefarious individual or organization was likely “organizing” the caravan, ostensibly, in a diabolical effort to destabilize the United States.

    http://nymag.com/intelligencer/2018/11/trump-border-patrol-agents-tijuana-carava n-migrants-lies-brexit.html

    Trump hat im Wahlkampf die Armee an die Südgrenze beordert (und die Soldaten dann sofort nach der Wahl wieder abgezogen, bevor die dämonisierte "Karawane" mittelamerikanischer Flüchtlinge die Grenze überhaupt erreicht hatte, was ihm deutliche Kritik pensionierter Generäle eintrug ob des Missbrauchs der Truppen als Wahlkampfstaffage). Er kündigte jetzt weitere Einsätze dieser Art an.

    Das ganze Bohei wirkt auch deshalb reichlich albern, weil die Zahl illegaler Grenzübertritte und der Zahl illegaler Immigranten in den USA bereits seit gut zehn Jahren kontinuierlich sinkt...

    -----

    Noch eine Rassistin wird US-Senatorin und gewinnt mit 54 zu 46%. Der Senat wird nun mit 53:47 von der GOP beherrscht.

    Kleiner Ausblick auf die Herausforderung, die das für die Demokraten in zwei Jahren bedeutet - letztlich werden sie mindestens vier der unten mit (R) gekennzeichneten republikanischen Sitze umdrehen müssen. Unmöglich erscheint das derzeit nicht, ein Spaziergang ist es natürlich auch nicht.

    So here’s the Senate math you need to memorize for 2020: If Democrats win the White House, they will need a net of three pickups to control the chamber (since the vice president can break 50-50 ties in the Senate). But if they lose the White House, they will need to net four seats for control.

    The early Senate battlegrounds for 2020: Alabama (D), Arizona (R), Colorado (R), Georgia (R), Iowa (R), Maine (R), Michigan (D) and North Carolina (R).

    https://www.nbcnews.com/politics/first-read/just-how-lame-will-lame-duck-session -be-n941116

    EDIT

    Falls noch Zweifel daran bestanden, dass die Konfrontationen an der Südgrenze für Donald einfach der Garant für tolle Bilder für die eigene Basis sind, dann dürfte der folgende Ausszug aus einem aktuellen Interview diese ausräumen.

    “I don’t do anything…just for political gain,” Trump told Politico. “But I will tell you, politically speaking, that issue is a total winner. People look at the border, they look at the rush to the police, they look at the rock throwers and really hurting three people, three very brave border patrol folks — I think that it’s a tremendous issue, but much more importantly, is really needed.”

    https://talkingpointsmemo.com/news/trump-wall-is-a-total-winner

    EDIT

    Der oben wiedergegebene Auszug aus einem Trumpinterview demonstriert schon gewisse logische Schwächen; in einem anderen Interview mit der Washington Post zeigt Konfusius aber noch deutlicher, wes Geistes Kind er ist: das eines schwachen Geistes nämlich. Glaubt jemand hier, diese völlig wirre Anneinanderreihung zufälliger Begriffe zur Wirtschaftspolitik verstehen zu können?

    And I’m not blaming anybody, but I’m just telling you I think that the Fed is way off base with what they’re doing, number one. Number two, a positive note, we’re doing very well on trade, we’re doing very well—our companies are very strong. Don’t forget, we’re still up from when I came in, 38 percent or something. You know, it’s a tremendous—it’s not like we’re up—and we’re much stronger. And we’re much more liquid. And the banks are now much more liquid during my tenure. And I’m not doing—I’m not playing by the same rules as Obama. Obama had zero interest to worry about; we’re paying interest, a lot of interest. He wasn’t paying down—we’re talking about $50 billion lots of different times, paying down and knocking out liquidity. Well, Obama didn’t do that. And just so you understand, I’m playing a normalization economy, whereas he’s playing a free economy. It’s easy to make money when you’re paying no interest. It’s easy to make money when you’re not doing any pay-downs, so you can’t—and despite that, the numbers we have are phenomenal numbers.

    https://slate.com/business/2018/11/trumps-rant-fed-reserve-jerome-powell-explain ed.html

  • Wen einbuchten? / Repräsentantenhaus

    Wanli, 29.11.2018 16:43, Antwort auf #52
    #53

    Nach der Ruhe vor den Wahlen wird erwartet, dass Mueller in absehbarer Zeit seinen Bericht präsentiert; inzwischen hat ja auch der Präsident eine schriftliche Aussage gemacht.

    https://thehill.com/homenews/administration/411785-mueller-to-present-key-findin gs-related-to-russia-probe-after

    Ob der Bericht ganz traditionell dem Justizminister übergeben wird - dessen Legitimität ja auch umstritten ist - oder Mueller ihn als Teil einer Anklageschrift etwa gegen Manafort präsentiert, um diese Instanz zu umgehen, wird man sehen.

    Der POTUS tweetet mittlerweile fast täglich über Mueller, jetzt gab's ein ganz besonders hübsches Bildchen über den Twitter-Account des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

    Man beachte, dass der Donald hier nicht nur fantasiert, seinen Vorgänger und seine Wahlkampfgegnerin einzubuchten, nein: Auch sein eigener stellvertretender Justizminister findet sich in der Fotomontage.

    When asked during an interview with The Post: “Why do you think he belongs behind bars?” Trump responded: “He should have never picked a Special Counsel.”

    https://nypost.com/2018/11/28/trump-slams-special-counsel-after-retweeting-image -of-rosenstein-behind-bars/

    Mal sehen, wer am Ende tatsächlich in den Bau einfährt...

    EDIT

    Das Auszählen hat ein Ende; für alle Sitze im Repräsentantenhaus gibt es ein Ergebnis. Unterm Strich haben die Demokraten exakt 40 Sitze dazugewonnen (43 erobert, drei verloren).

    https://www.motherjones.com/kevin-drum/2018/11/the-counting-is-over-and-dems-won -40-seats-in-the-house/

  • Midterm Loser

    drui (MdPB), 30.11.2018 19:48, Antwort auf #53
    #54

    Ergänzend dazu:

    Die vierzig Sitze haben die Dems bei einem extrem gegerrymanderten House gewonnen, mit landesweit 53.3% zu 44.9%, also 8,4% Vorsprung vor den Republikanern, 9,5 Millionen Stimmen mehr (Hillary hat nur mit 2,9 Millionen Stimmen das popular vote vor Trump gewonnen). Das ist schon eine Nummer. Den größte swing von Sitzen hatte ja die GOP 2014 zu verzeichnen mit 63 Sitzen, aber eben va. bei geringer Wahlbeteiligung und den besagten Wahlkreismanipulationen, das popular vote hatten sie damals nur mit 51.2% zu 45.5% (5,7% Vorsprung, 4,4 Millionen Stimmen) gewonnen.

    Zur Einordnung: Das ist historisch. Selbst nach Watergate 1974 hatten die Dems "nur" 8,7 Millionen Stimmen mehr als die GOP, Trump hat also mehr verloren als Nixon. Der hatte bei seinem Abgang 1974 eine Zustimmungsrate von 25%, dann kam die Wahl.

    https://historyinpieces.com/research/nixon-approval-ratings

  • RE: Midterm Loser

    Wanli, 01.12.2018 11:29, Antwort auf #54
    #55

    Dass der Vorsprung der Demokraten ein wirklich außergewöhnlich großer war, steht außer Frage; betrachtet man im Vergleich den demokratischen Triumph nach Watergate, sollte man da schon bedenken, dass das Land damals deutlich weniger Einwohner zählte, ein Vergleich der absolut abgegebenen Stimmen erscheint da wenig sinnig. Ist jetzt natürlich keine grundsätzliche Kritik an Deiner Aussage.

  • RE: Midterm Loser

    drui (MdPB), 03.12.2018 00:53, Antwort auf #55
    #56

    Warum "nur" 40 Sitze im House, fragen sich Manche? Warum haben die Dems im Senat sogar zwei Sitze verloren?

    First, Democrats were defending an historically high 25 Senate seats, including five that had a Cook Partisan Voting Index of R+9. In other words, in most years Democrats should have lost all five of those seats. Instead they successfully defended three while also winning two out of three Senate seats in Republican-leaning states.

    Ohne Gerrymendering wären es 7 Sitze mehr gewesen.

    In fact, in examining the 25 most gerrymandered states, as defined by data analytics firm Azavea, we multiplied the total number of districts in each state by the Democrats’ voting percentage in each state’s congressional races, discovering that Democrats lost a net seven House seats nationwide due to gerrymandering.

    Und ohne Wählerunterdrückung und Diskriminierung noch mehr.

    The removal or relocation of polling places from highly concentrated Democratic areas also likely influenced the election results. The Republican-led purging of voter rolls in purple states like Ohio also had an impact: Republicans won 12 of 16 House seats there despite beating Democrats by only five percentage points in congressional voting.

    https://thehill.com/opinion/campaign/419308-2018-midterm-election-a-blue-wave-or -merely-an-electoral-adjustment-into-a

    Hier ist man der Meinung, es war mehr "wave" als 2010, als die GOP über 60 Sitze gewonnen hat:

    Republicans picked up 63 House seats and six Senate seats. It was the largest seat change in 62 years and marked the most substantial midterm flip of House control since 1894. By all accounts, 2010 was one of the biggest midterm wave elections in a century or more.

    And yet, 2018 was bigger.

    In 96% aller House-Rennen haben die Dems mehr Stimmen bekommen als 2014.

    But when comparing 2014 and 2018, Democrats had fewer votes in 2018 in only 16 House districts. In other words, Democrats increased their vote totals in over 96 percent of House districts. We could not find evidence of any comparable midterm-to-midterm jump in U.S. history. Consider this statistical improbability when assessing the 2018 election’s impact.

    Were the 2018 midterms a Blue Wave? The answer is clear  — 2018 might not have yielded the electoral gains of 2010, but no midterm election in the past century or more has been so lopsided, which almost certainly suggests its impact will be felt in 2020.

  • Schlechte Verlierer

    Wanli, 04.12.2018 22:55, Antwort auf #56
    #57

    Zunächst: Die GOP hat weniger verloren, als sie es verdient hätte - man hatte schließlich Vorsorge getroffen.

    In Wisconsin bekamen demokratische Kandidaten für das Staatsparlament zusammen 190.000 Stimmen mehr als republikanische, von den 99 Sitzen in der Kammer gingen aber 63 an die GOP. So geht Gerrymandering!

    https://www.motherjones.com/kevin-drum/2018/12/chart-of-the-day-wisconsin-gerrym andering-was-awesome/

    Aber hier und da gab es doch Rückschläge für Team Rot - die allerdings möglichst schnell korrigiert werden sollen. Demokratische Gouverneure in Wisconsin oder Michigan? Pah, denen nimmt das Parlament noch schnell wichtige Kompetenzen, bevor sie ins Amt eingeführt werden - das hat schließlich schon in North Carolina geklappt. Erneut ist Wisconsin hier besonders eifrig.

    http://nymag.com/intelligencer/2018/12/wisconsin-republican-powergrab-gop-2018-a utopsy-democracy-is-our-enemy.html

    In Florida ist der (bizarrerweise) für die Regulierung von Feuerwaffen zuständige Landwirtschaftsminister demnächst ein Demokrat? Dann wird diese für die republikanische Klientel nicht ganz unwichtige Zuständigkeit eben schnell einem anderen zugeschustert - völlig Latte wem, nur Republikaner muss er natürlich sein.

    https://www.motherjones.com/kevin-drum/2018/12/peaceful-transfer-of-power-update /

    Erschreckend ist hier vor allem die Kaltschnäuzigkeit, mit der gehandelt wird: Es werden gar keine Gründe mehr vorgeschoben für die Neuordnung der Kompetenzen, es geht völlig selbstverständlich um den Erhalt von soviel Macht wie irgend möglich.

    Derweil verdichten sich die Anzeichen für faules Spiel in North Carolina immer weiter.

    https://politicalwire.com/2018/12/03/similarities-discovered-between-absentee-ba llots/

    Demokraten erwägen jetzt, dem hier (knapp) "gewählten" republikanischen Abgeordneten einfach den Sitz abzuerkennen - demnächst stellen sie im House ja die Mehrheit.

  • RE: Schlechte Verlierer

    gruener (Luddit), 05.12.2018 00:47, Antwort auf #57
    #58

    ich mutmaße einmal, dass die zuständigkeiten eines bestimtmes amtes oder ministeriums nicht per verfassung definiert oder gar festgezurrt sind.

    daher ist es auch legitim, diese zuständigkeiten bei bedarf anzupassen oder auch extrem zu verändern.

    falls dieses verfahren einer - in diesem fall vermutlich blauen - partei nicht gefällt, steht es ihr frei, entsprechende gesetzesvorhaben zu forcieren oder solche gar, wenn denn einmal an der macht, umzusetzen.

    das gilt insbesondere auch für das wahlsystem. offenbar hat aber keine der zwei großen parteien ein wirkliches interesse daran, dieses zu verändern. dafür jammert man dann lieber bei passender gelegenheit auf höchstem niveau. - ich vermute, es besteht keinerlei zweifel daran, welche vertreter welcher partei ich hierbei für die größten jammerlappen bzw. heuchler halte.

    wie war das doch gleich im viel geschmähten song von phil ochs? genau: Don't talk to me about revolution, that would go a little bit too far ... but, love me, love me, love me - 'cause I'm a liberal!

  • Kollateralschäden

    Wanli, 05.12.2018 10:08, Antwort auf #58
    #59

    ich mutmaße einmal, dass die zuständigkeiten eines bestimtmes amtes oder ministeriums nicht per verfassung definiert oder gar festgezurrt sind.

    Natürlich ist da ein Spielraum, aber in North Carolina sind Gerichtsverfahren aufgrund der Manipulation durch die GOP noch in der Schwebe; im Falle der von der Partei vorgenommenen Neuordnung der Wahlaufsicht hat ein Gericht schon im Sinne des jetzigen demokratischen Gouverneurs entschieden. Aber solche Verfahren kosten Zeit und paralysieren die amtierende (gewählte) Regierung - was wohl im Sinne des Erfinders ist.

    daher ist es auch legitim, diese zuständigkeiten bei bedarf anzupassen oder auch extrem zu verändern.

    Oh ja, ich habe die entscheidenden Worte aber mal fett hervorgehoben. Wenn Bedarf nämlich immer dann plötzlich herrscht, wenn man eine Wahl verloren hat, ist das schlicht nicht im Sinne demokratischer Normen.

    EDIT

    Im Staat New York wurde jetzt Anklage gegen vier Personen erhoben, die des Wahlbetrugs bezichtigt werden. Natürlich nicht illegale Immigranten, die mit Bussen rangeschafft werden, um für die Demokraten zu stimmen - die existieren wohl nur in Donalds Kopf und in der konservativen Folklore. Die vier Angeklagten wollten stattdessen der GOP ein wenig unter die Arme greifen. Wie der Herr, so's Gescherr...

    https://talkingpointsmemo.com/news/long-island-election-workers-party-leaders-ch arged-with-forging-signatures

    EDIT

    Nicht nur die Idee fairer Wahlen fällt dem neuen amerikanisch-konservativen Mainstream zum Opfer, auch der Weekly Standard scheint vor dem Aus zu stehen; das beinhart der reinen Lehre verpflichtete Magazin war in den letzten Jahren zum Sprachrohr der Trumpgegner in der konservativen Bewegung geworden. Offensichtlich ist deren Zahl zu klein geworden, um eine solche Publikation am Leben zu erhalten.

    Founded in 1995 by William Kristol and Fred Barnes, the magazine will certainly be remembered in history as the main cheerleader for the hawkish foreign policy of President George W. Bush. In that capacity, the journal promoted many dubious ideas, notably the theory that Iraqi dictator Saddam Hussein was responsible for the 9/11 terrorist attacks.

    But The Weekly Standard has also been a magazine that appreciates well-turned phrases and crafted journalism. It’s given room to many fine writers, notably Andrew Ferguson, Matt Labash, Gertrude Himmelfarb, Joseph Epstein and Cynthia Ozick. The cultural coverage in the magazine has been particularly thoughtful. Labash’s hilarious profile of dirty tricks master Roger Stone stands as a representative example of The Weekly Standard at its best.

    If the magazine shutters, the world will not only lose yet another outlet for consistently good writing; in addition, the lesson conservative writers will likely draw from its closure is that you should never challenge the Republican consensus and you should avoid criticizing Donald Trump. It’s hard to see how leftist Schadenfreude at this news is anything but seriously misguided: Whatever replaces The Weekly Standard is almost certain to be much worse.

    https://newrepublic.com/minutes/152524/weekly-standards-troubles-worry-political -foes-well-friends

  • RE: Kollateralschäden

    gruener (Luddit), 06.12.2018 02:05, Antwort auf #59
    #60
    EDIT

    Nicht nur die Idee fairer Wahlen fällt dem neuen amerikanisch-konservativen Mainstream zum Opfer, auch der Weekly Standard scheint vor dem Aus zu stehen; das beinhart der reinen Lehre verpflichtete Magazin war in den letzten Jahren zum Sprachrohr der Trumpgegner in der konservativen Bewegung geworden. Offensichtlich ist deren Zahl zu klein geworden, um eine solche Publikation am Leben zu erhalten.

    Founded in 1995 by William Kristol and Fred Barnes, the magazine will certainly be remembered in history as the main cheerleader for the hawkish foreign policy of President George W. Bush. In that capacity, the journal promoted many dubious ideas, notably the theory that Iraqi dictator Saddam Hussein was responsible for the 9/11 terrorist attacks.

    But The Weekly Standard has also been a magazine that appreciates well-turned phrases and crafted journalism. It’s given room to many fine writers, notably Andrew Ferguson, Matt Labash, Gertrude Himmelfarb, Joseph Epstein and Cynthia Ozick. The cultural coverage in the magazine has been particularly thoughtful. Labash’s hilarious profile of dirty tricks master Roger Stone stands as a representative example of The Weekly Standard at its best.

    If the magazine shutters, the world will not only lose yet another outlet for consistently good writing; in addition, the lesson conservative writers will likely draw from its closure is that you should never challenge the Republican consensus and you should avoid criticizing Donald Trump. It’s hard to see how leftist Schadenfreude at this news is anything but seriously misguided: Whatever replaces The Weekly Standard is almost certain to be much worse.

    https://newrepublic.com/minutes/152524/weekly-standards-troubles-worry-political -foes-well-friends

    abgesehen davon, dass mir der weekly standard ein weng vorkommt wie ein familienbetrieb, interpretiere ich den new republic bericht abweichend.

    es geht dem verlag mediadc wohl eher darum, ein kritisches magazin einzustellen und dafür eine zeitschrift zu unterstützen, die mehr auf gop-parteilinie ist:

    Accounts differ on whether the situation is caused by declining circulation or whether the owner, MediaDC, wants to shutter The Weekly Standard so they can mine its circulation list to build up a planned new publication, a weekly edition of The Washington Examiner. This move has inevitable political implications. The Weekly Standard is the most vociferously anti-Trump of all major conservative outlets. The Washington Examiner is much less critical and more inclined to follow the Republican party line. As one anonymous source told CNN, “they’re expanding the pro-Trump magazine that does what the owners want, while threatening closing of an independent magazine that has its own history and identity.”

    amüsant jedoch der gezielte, im grunde für das gesamtverständnis überflüssige seitenhieb des new republic in richtung "demokratisches" blau. dass man sich dafür sogar der deutschen sprache ("schadenfreude") bedient, ist angesichts des umstandes, dass der weekly standard einen jüdischen (exil-)background hat, besonders pikant, wenn nicht gar bereits bewusst boshaft.

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