Die Wahlbörse ist gestern gestartet.
Die im Markt vertretenen Parteien treten in allen neun Wahlkreisen des Kantons an.
Darüberhinaus kandidieren insgesamt 15 weitere Parteien - jedoch keine flächendeckend, sondern zumeist nur in einzelnen Wahlkreisen.
Eine Übersicht findet sich auf den Seiten des Kanton Bern:
https://www.bewas.sites.be.ch/2026/2026-03-29/WAHL_GROSSRAT/listeWahlkreise-de.h tml
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Ebenfalls bedeutsam sind die Listen- und Unterlistenverbindungen, die die Chancen von kleinen Pareien und Listen mitunter verbessern. Zumal bei den Grossratswahlen jeder Wähler zwischen 12 und 27 Stimmen (abhängig von der Grösse seines Wahlkreises) zu vergeben hat. Eine Stimme für eine Kleinstpartei ist somit keine verschenkte Stimme, wenn diese geschickte Verbindungen geknüpft hat. Einzelheiten über diesen Link:
https://www.bewas.sites.be.ch/2026/2026-03-29/WAHL_GROSSRAT/listenverbindungen-d e.html
Zu den in Summe 15 anderen Parteien, Listen und Einzelkandidaturen:
Erwähnenswert aus meiner Sicht:
Die zwei erst genannten sind interessante Listen- und Unterlistenverbindungen eingegangen, was ihnen eine theoretische Chance auf einen Grossrat einräumt.
12 treten lediglich in einem Wahlkreis an.
Unter anderem die Schweizer Demokraten (SD) und die Alternative Linke. Über das schwache Antreten der AL bin ich etwas verwundert. Auch Volt ist dabei.
Ich vermag im weiteren nicht zu beurteilen, ob sich hinter den Anderen verdeckte Kandidaturen der etablierten Parteien befinden. Die eine und andere Listenverbindung lässt mich aber aufhorchen. Es gibt zudem drei Namensauffälligkeiten: "schweiz-macher", "machen BE" und "Wir machen - für das Emmental".
Die skandalträchtige zweite Liste der Corona-Kritiker, MassVoll, kandidiert ebenfalls nur in einem Wahlkreis.
Sowie eine eindeutige Spaßkandidatur: "König Jonas Lauwiner im Dienst für die Berner". Nebst einer weiteren Ein-Mann-Liste namens "Jutzi Philipp". Und wie darf man die Liste "Die Musketiere" einordnen?
Zumindest namentlich erwähnen muss ich abschliessend die "Bürgerliche Stadt- und Landliste" und "Createurs d'avenir". Fragt mich bitte nicht, wer sich dahinter verbirgt. (Es handelt sich um eine SVP-Abspaltung)
Und was macht das alles in Summe?
(Noch) Keine Ahnung.
Im Wahlkreis Biel-Bienne - Seeland kandidiert neben zwei klaren SP-Listen und einer Juso-Liste auch folgende Liste, die aktuell 1 Grossrat stellt:
Parti socialiste romand, JS et syndicats
Vor der Abtretung eines Teils des franzöisch-sprachigen Berns an den Kanton Jura (gemäß dem Ergebnis einer Volksabstimmung) teilte sich die PS in zwei Parteien auf, die beide mit der deutschsprachigen SP assoziiert waren, von denen eine aber ob ihres Autonomie-Schwerpunkts eigenständig agierte und u.a. deswegen auch im Wahlergebnis getrennt aufgeführt und nicht der SP zugeordnet wurde. Diese Gruppierung stellte bislang in Summe 2 Grossräte.
Mit dem Anschluss des Bezirks Moutier an den Kanton Jura sollte dieses Problem eigentlich gelöst und die verbliebenen französischen Parteireste komplett in der SP aufgegangen sein ... nur: Zu 150 % sicher bin ich mir nicht, zumal ggü. 2022 eine Namensänderung erfolgt ist.
Grössentechnisch reden wir hier etwa von 0,2-0,3% kantonsweit - zu Gunsten oder Ungunsten des SP-Ergebnisses.
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In diesem Zusammenhang auch der Hinweis, dass weitere kleinere frz. Parteien nicht wieder antreten. Größenordnung: ca. 0,1-0,2%
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Zu guter Letzt:
last-exit hat freundlicherweise die Kleinstparteien namentlich benannt und vielfach auch etwas näher erklärt. Auch ich kann mir gut vorstellen, dass die eine und andere Liste im Ergebnis den "Etablierten" zugerechnet wird.
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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2. Halbjahr 2025
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