Midterm 2022: Out of the Blue - Red Sky over D.C.

Beiträge 11 - 15 von 15
  • RE: SC puscht die Wählerregistrierung von Frauen

    saladin, 09.09.2022 16:02, Antwort auf #10
    #11
    Und schon wieder gibt ein Mann der (unschuldigen) Frau die Schuld. Hat von Tüten und blasen (wie man bei uns sagt) keine Ahnung aber bringt gleich wieder Drogenmissbrauch ins Spiel (lies wenigstens den in deinem Posteingang verlinkten Artikel durch) Es ist einfach zum 🤮
  • Red Wave? Blue Wave? No Wave?

    drui (MdPB), 12.10.2022 15:36, Antwort auf #11
    #12

    Bis zur SC-Entscheidung ging man allgemein davon aus, dass eine "rote Welle" die Mehrheiten in Senat und House zurück an die Repubklikaner bringt, weil die Präsidentenpartei in den Midterms stets verliert (und die Dems dabei immer mehr als die GOP), Biden nicht sonderlich beliebt ist und die Wirtschafstdaten mies sind bzw. die Inflation auf Rekordniveau. Dazu kommt jetzt noch, dass Saudi-Arabien mit Putin kooperiert und die OPEC drei Wochen vor den US-Wahlen die Ölmengen reduziert, was zu starken Benzinpreissteigerungen auch in den USA führen dürfte (und hoffentlich zu einem Ende der "historischen" Beziehungen der USA zum Folterstaat). Also: Red Wave.

    Dann gibt es aber eben auch noch die SC-Entscheidung zur Abtreibung sowie zahlreiche Verschärfungen durch GOP-Politiker, was insbesondere junge Frauen in Scharen zu den Dems treibt. Schlechte, trumpsche Kandidaten, Trumps Querschüsse sowie eine für Dems günstige Senatskarte 2022 deuten darauf hin, dass die 50:50-"Mehrheit" für die Dems erhalten bleiben könnte oder sogar ein bis zwei Sitze dazugewonnen werden könnten.

    Und schließlich könnten diese unterschiedlichen Trends dazu führen, dass sich relativ wenig ändert: Die Dems behalten knapp den Senat, die GOP erobert knapp das House (aber so knapp, dass sich die divergierenden Fraktionen meist selbst blockieren, wenn sie sich überhaupt auf einen Mehrheitsführer einigen können).

    Einer, der Umfragen weniger Bedeutung zumisst, in den letzten Jahrzehnten oft Recht hatte (z.B. den Sieg Trumps 2016 prognostizierte) und als Quasi-Zugehöriger zum "white trash" in Michigan ein Näschen für die Meinungen der weißen Mittelklasse haben könnte, heißt Michael Moore. Der Filmemacher ist liberal, aber nicht naiv. Und da muss man aufhorchen, wenn er eine "Blue Wave" prognostiziert und dafür 44 Gründe nennt.

    https://www.michaelmoore.com/p/who-am-i-to-say

  • Analyse der Midterm Elections

    drui (MdPB), 23.10.2022 00:46, Antwort auf #12
    #13

    Einwände, dies sei etwas zu früh, sind nicht von der Hand zu weisen, aber diese Begründungen für das Abschneiden der US-Parteien sind so einleuchtend, da gibt es wenig hinzuzufügen:

    1. If the Democrats Do Well: Historical trends suggested that, with a shaky economy and a not-so-popular Democrat in the White House, the Republicans should have had a great day yesterday. It didn't happen. The GOP continues to be weighed down by Donald Trump—and by the mediocre candidates he recruited and backed. On top of that, in one of the great unforced errors of modern political history, the GOP gave the Democrats an early Christmas/Hanukkah/Kwanzaa/Winter Solstice/Festivus present in the form of the Dobbs decision. This was not entirely by design, in the sense that the people who run the Republican Party did not expect to score this big a "win" at this particular point in the cycle (i.e., just months before the midterms). On the other hand, when you pack the Supreme Court with anti-choice judges, and you promise your base over and over that abortion will be outlawed, you can't claim surprise when something like Dobbs comes to pass. That election in Kansas back in August was clearly a bellwether, one that was forgotten by most pundits far too quickly.

    2. If the Republicans Do Well: "It's the economy, stupid." James Carville never actually said those exact words, but this nonetheless conveyed one of the core messages of the Clinton campaign in 1992, as the popular George H.W. Bush was felled by a vicious recession. Now, just a shade over 30 years after Clinton was first elected to the White House, the shoe is on the other foot. A majority of voters dislike (or outright hate) Donald Trump. A majority of voters believe democracy is in danger. A majority of voters oppose the Dobbs decision. None of that mattered nearly as much as the cost of a gallon of gas or a loaf of bread. It's the economy, stupid.

    3. If the Results are Mixed: An irresistible force (weak economy, unpopular president) met an immovable object (discontent over Dobbs, unpopular former president), and neither quite carried the day. Under those circumstances, fundamentals matter (hence J.D. Vance winning in red Ohio), but candidate quality matters, too (hence John Fetterman winning in purple Pennsylvania). The Republicans will control the House, though we still wait to see how big a margin Kevin McCarthy has to work with. And once again, the Senate is up in the air pending a runoff in Georgia.

    https://electoral-vote.com

    Dazu nochmal der Hinweis: Kandidaten (nur) in Georgia brauchen die 50%, oder es kommt zu Stichwahl. Diese Regelung wurde vor langer Zeit explizit deshalb getroffen, damit niemals ein Schwarzer in Georgia Senator werden kann. Hat Georgia vor zwei Jahren dann den ersten scharzen Senator gebracht.

  • Kari Lake, Arizona

    drui (MdPB), 29.10.2022 17:21, Antwort auf #13
    #14

    Kari Lake führt inzwischen in Umfragen und das ist durchaus bemerkenswert. Sie ist so Hardcore-Maga und Pro-Trump wie es nur geht, sie unterstützt mit allen Mitteln Trumps Big Lie einer gefälschten Wahl 2020, sie würde keine Niederlage akzeptieren und sie hat angekündigt, als Governor keine Wahlergebnisse zu zertifizieren, wenn nicht ihre Partei gewinnt. Aber sie ist auch sehr telegen, eine Fernsehberühmtheit und hat mal für Obama gespendet, also maximal opportunistisch.

    Comdedian Trevor Noah hat eine unterhaltsame aber auch zutiefst verstörende Zusammenfassung über die womöglich bald größte Gefahr der Demokratie in den USA.

    twitter.com/TheDailyShow/status/1585085050898579456?

  • Kari Lake, Arizona - hat verloren

    drui (MdPB), 15.11.2022 10:44, Antwort auf #14
    #15

    Auch wenn sie das nie öffentlich eingestehen wird.

    Beim Auszählungsstand von 97% knapp eine Woche nach der Wahl steht nun auch im ultraschnell auszählendem Arizona fest, wer Governor wird. Katie Hobbs siegt mit aktuell 50,4% zu 49,6%. Es war das von mir erwartete knappe Rennen, ein bis zwei Zehntel Prozentpunkte könnten sich noch verschieben.

    https://www.cnbc.com/2022/11/15/arizona-governor-election-katie-hobbs-defeats-ka ri-lake-nbc-news-projects.html

    Die Umfragen lagen hier zum Teil deutlich daneben. FOX 10/InsiderAdvantage z.B. hatten Lake Ende Oktober mit 11% vorne, unser Markt hat sich allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert.

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