Europawahl 2019- Vergleich zu 2014

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  • Europawahl 2019- Vergleich zu 2014

    sharpnutzer, 26.03.2019 12:07
    #1

    Damit der richtige Vergleich zu den 14er Wahlen gemacht werden kann, die Ergebnisse vom Mai 14

    http://www.election.de/cgi-bin/tabres.pl?datafile=ew14.txt

    election.de hat sogar die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer sowie die Wahlbeteiligung.

    Da fällt sofort Bayern auf, nur ca 40 % waren bei der Wahl. Deshalb hatte die CSu nur miese 5,3 % damals !

    Falls sich dies ändert und zb. 60 statt 40 % zur Wahl gehen, dann gehn auch die Ergebnisse der CSU um diese 50 % hoch.

    Bayern hat eigentlich Faktor 6,5 bei einer bundesweiten Wahl !

    http://www.election.de/cgi-bin/tab.pl?datafile=ew14l.txt

    Nach einer aktuellen  Umfrage für den BR hat die CSU sogar 41 %, ein richtig hoher Wert.

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/europawahl.htm#by

    41 % in Bayern / 6,5 = 6,3 % im Bund !

    Ich kauf ein !

    NT : Jetzt erreicht 5,75 % . Hat Bayern diesmal die durchschnittliche Wahlbeteiligung, Faktor 6,5 = 37,375 % in Bayern.

    Und unser Söder kann demütig den Wert annehmen. Paar Prozent Verlust, aber ein CSUler mehr.  Surprised

    Was 20 % mehr Beteiligung ausmachen kann.

  • RE: Europawahl 2019- BP bundesweit

    sharpnutzer, 26.03.2019 15:47, Reply to #1
    #2

    Lt den Wiki- Artikel tritt die Bayernpartei bundesweit an. Sie ist im Bündnis mit den bösen, frechen Separatisten in Katalonien !

    https://de.wikipedia.org/wiki/Europawahl_in_Deutschland_2019

    Die könnten evtl. doch die 0,7 % schaffen, falls es genug Wähler von Flensburg bis Zweibrücken bemerken, welch Rebellen sie unterstützen können !

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014

    drui (MdPB), 26.03.2019 17:07, Reply to #1
    #3

    Hat Bayern diesmal die durchschnittliche Wahlbeteiligung, Faktor 6,5 = 37,375 % in Bayern.

    Du gehst von einem homogenen Wahlverhalten der Bayern aus, das kann aber anders laufen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich z.B. Grünen-Wähler überdurchschnittlich für europäische Themen interessieren und dementsprechend mehr gewillt sind zur Wahl zu gehen als traditionelle, regional verwurzelte CSU-Wähler. Die heute verabschiedeten Upload-Filter könnten junge Wähler stärker mobilisieren.

    Außerdem gibt es in Bayern am Tag der Europawahl keine weiteren Wahlen oder Abstimmungen, anders in Bremen, BW, Brandenburg, Hamburg, McPomm, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-A. und Thüringen. Ich glaube, dass wir daher eher die AfD unterschätzen, da quasi im ganzen Osten außer Berlin Kommunalwahlen stattfinden.

    Die FW dürften der CSU zudem Stimmen kosten, für die gibt es im Unterschied zur BTW keine Prozenthürde.

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - Tierschutzparteien

    an-d, 01.04.2019 22:50, Reply to #3
    #4

    Die Tierschutzpartei  http://www.wahlfieber.de/de_du/aktie/D-2019-EU-KL-TS--partei-mensch-umwelt-tiers chutz/

    hat in den letzten Jahren insgesamt drei Abspaltungen zu verzeichnen, die alle 2019 antreten:

    TIERSCHUTZ hier!

    Tierschutzallianz

    Partei für die Tiere

    U.a. der EP-Abgeordnete und ehem. Bundesvorsitzende ist ausgetreten, hat aber seinen Sitz behalten. Er ist Fraktionsmitglied bei GUE-NGL. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein neuer Abgeordneter  der TSP sich einer anderen Fraktion anschliesst.

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - Tierschutzparteien

    gruener (Luddit), 02.04.2019 00:55, Reply to #4
    #5

    der vollständigkeitshalber sollte noch folgende partei angeführt werden, auch wenn diese nicht bei der eu-wahl antritt:

    V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer

    *****

    für den markt einzig relevant: die tierschutzpartei. - die abspaltungen sind unter sonstige zu summieren.

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - DIEM

    an-d, 02.04.2019 18:41, Reply to #5
    #6

    Neu dabei ist DIEM. Besonders erfolgreich werden sie nicht sein. Kaum eine personelle Basis in D. Auf dem Gründungskongress in B dann ein "irgendwie irgendwas mit links" (Teilnehmer* u.a. Gesine Schwan (SPD, Seeheimer Kreis)). Das war so etwas wie ein Geburtsfehler für eine linke Strömung.

    In D besonders sensibel: in den Gremien von DIEM arbeiten zahlreiche Leute mit (u.a. N.Klein, B.Eno) die für einen Teil der Linken absolut unwählbar sind, weil sie die BDS-Kampagne unterstützen, die das Existenzrecht Israels verneint.

    Insofern: Wer sollte die wählen?  Von Linke und SPD und ganz ganz wenig von den Grünen werden die ein bischen knapsen. Die kleine Gruppe der undogmatischen radikalen Linken wird eher ÖkolinX bevorzugen.

    Und dass die antisemitische Tendenz Leute aus FDP und anderen bürgerlichen Kreisen in Massen anzieht möchte ich bezweifeln.

    Insofern ist es m.E. nur bedingt schlau bei einem unterbewerteten Angebotsmarkt (>-1,5 zum Zeitpunkt des Verkaufs) fast alle anderen Aktien zu verkaufen und dann > 13.000 Diem-Aktien zu 0,99 kaufen zu wollen. Die müssten dann schon kräftig zulegen, um den Verlust der Verkäufe auch nur auszugleichen.

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - DIEM

    sharpnutzer, 02.04.2019 19:08, Reply to #6
    #7

    Hallo,

    das Problem ist nur der Schnellaufzug von 0,29 auf 0,99 durch den großen DIEM - Fan. Aber er gibt alles ! Waren über 13000 Aktien und diese Hürde bleibt paar Tage stehn. Wahrscheinlich macht dieser Käufer dann richtig Verluste !

    Der  Markt könnte um 0,7 nach oben verschoben sein, die anderen Aktien gibts dann ja günstiger.

    Ist beim Tierschützer doch ähnlich, 3 andere Tierschutz- Gruppen treten an und jemand jagt den Wert trotzdem auf 1,65 !

    Kann man die Tierschutz- aktien teuer loskriegen, schön langsam, damit der Preis nicht schnell runtergeht !

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - DIEM

    an-d, 03.04.2019 22:47, Reply to #7
    #8

    Es gibt ein Institut (Prognos) das Diem 1 Sitz berechnet. Als Prozentwert wäre das in etwa etwas zwischen 0,6 und 1,4/5%.

    Das finde ich nicht unrealistisch. Allerdings auch nicht sicher. Abgesehen von der statistischen Schwierigkeit in diesen geringen %-Bereichen spielt vor allem auch ein Rolle, ob bei den Umfragen wirklich alle antretenden oder nur eine Auswahl abgefragt wird. Letzteres führt überdurchschnittlich oft zu einer Unterbewertung der "Sonstigen" und zu einer Überbewertung der Abgefragten.

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - DIEM

    drui (MdPB), 04.04.2019 00:48, Reply to #8
    #9

    DIEM ist nicht uninteressant, aber eher wegen des Sammelsuriums an Prominenten denn wegen eines Programms. Konkrete Forderung ist lediglich Transparenz und ein "demokratisches, geeintes Europa", auf eine Agenda will man sich erst später auf einer verfassungsgebenden Versammlung einigen.

    Linken Antisemitismus kann ich nicht ausmachen. Wenn einzelne Mitglieder die BDS-Bewegung unterstützen, mag das unsinnig sein (genau der kulturelle und soziale Austausch ist Lösung und nicht das Problem), aber nicht antisemitisch. UNO und EU "boykottieren" zurecht ökonomisch die Ausbeutung in den besetzten Gebieten, weil sie ungerecht ist und gegen das Völkerrecht verstößt.

    Wenn man mal das schwammig- übergeordnete Programm ansieht und sich dazu die einzelnen Prominenten anschaut, kann es lustig werden, z.B: "Ecofeminism" und Julian Assange? Ob er nun die Schwedin vergewaltigt oder sich nur wie ein Arschloch verhalten hat, ein Feminist wird er wohl nicht mehr. Und kann ein Freund von Trump und Putin links, antirassistisch oder post-kapitalistisch sein?

    Es ist eine Sammlung voller Widersprüche, aber das muss nicht schlecht fürs Wahlergebnis sein. Noam Chomsky und Slavoj Zizek haben eine persönliche Abneigung gegeneinander und gegen die jeweilige philosophische Strömung, sind aber nicht die einzigen bekannten Philosophen in DIEM. Caroline Lucas sitz für die Grünen im britischen Unterhaus. Brian Eno kann die Wahlkampfmusik komponieren und Jean-Michel Jarre die Massenauftritte organisieren, vielleicht geht da was. Vermutlich (noch) nicht in Deutschland. Bei der BTW hatte DIEM die besten Ergebnisse in Hamburg und Berlin mit jeweils 0,4 %, dort werden es jetzt vermutlich deutlich mehr werden, aber auf dem Land kacken sie ab.

  • RE: Europawahl 2019- Vergleich zu 2014 - Einschätzung zu Sonstige

    an-d, 04.04.2019 22:54, Reply to #9
    #10

    Ich will mal den kleinen Markt genauer unter die Lupe nehmen und meine Einschätzung zu den Sonstigen des hiesigen Marktes  abgeben.

    Grundannahme ist eine im Vergleich zu 2014 erhöhte Wahlbeteiligung (m.E. wird die Brexitddebatte mobilisierend wirken für die +- EU-freundlichen großen Parteien) von etwas über 50%. Das wird es den Kleinen schwieriger machen, ihren Prozentanteil zu halten, auszubauen oder erstmals zu erringen. Sollte sie wider Erwarten 55 oder mehr Prozent erreichen mindert sich mein Summenwert kontinuierlich.

    Die Sonstigen werden gegenüber der letzten Wahl deutlich zulegen. Einerseits weil einige schon mal kandidiert haben, andererseits wegen der schieren Masse der Kandidierenden. Sie haben aber auch erhebliche Konkurrenz durch die "Großen" unter den Kleinen wie  Partei,  Piraten, FW oder Tierschutzpartei.

    Das ist keine wissenschaftliche Analyse, sondern eine Einschätzung, bei der es mir vor allem darum ging einen Summenwert zu ermitteln. Selbstverständlich sind viele Überlegungen grob, bei einer ganzen Reihe fehlt mir auch aktuelles Detailwissen. Trotzdem fand ich es ganz spannernd, um wenigsten ein bischen aus dem Raten herauszukommen.

    Mein Summenwert ist 1,21 %. In meiner Einschätzung ist das eher eine unterbewertete Summe, die zumindest theoretisch eine ganze Ecke höher sein könnte. Weil ich mir nicht die Mühe der Detailrecherche zu letzten Wahlergebnissen, Parteizustand usw. machen wollte, habe ich die Parteien in %-Gruppen zusammengefasst, um die Unschärfe meiner Überlegungen zu mildern. Insbesondere bei den Tierschutzparteien, der Rechten, Grauen, Frauen sowie ÖkolinX sehe ich noch Potential nach oben.

    0,05-0,15 (Mittelwert 0,1): DKP, MLPD, LKR, BGE, Die Frauen, Graue Panther, Rechte,  Tierschutzallianz, ÖkolinX --> 0,9

    DKP: 2009 und 2014 hat sie bundesweit die annähernd gleiche Stimmenzahl (knapp -500) bekommen. Für die MLPD dürfte dasselbe eintreten - für beide erwarte ich rund 25.000 bzw. 18.000 Stimmen. Sie gewinnen ein paar Stimmen von den Linken, verlieren aber eher stärker an Diem und extrem gering bis gar nicht an Ökolinx. ich sehe sie deswegen eher in Richtung 0,05 als 0,1. LKR wird die 0,1 machen, obs für mehr reicht wird man sehen - wenn ich raten müsste würde ich 0,15 ansetzen. BGE bekommt seit Jahren wo sie antreten > 0,1%. Selbst mit 0,15 halte ich sie für eher unterbewertet. Frauen sind seit Jahren im Abwärtstrend - 2014 ohne Kandidatur erhielten sie 2009 0,3%. Das wird schwer erreichbar sein. Das Potential wäre theoretisch bedeutend höher. Ich sehe sie bei > 0,1, eher 0,2. Graue  Panther ein Klassiker trotz der (Wieder?-)Konkurrenz durch die Grauen gut für 0,1. Rechte sehe ich >0,1 - profitierend von der NPD-Schwäche. Tierschutzallianz: Die Tierparteien finde ich schwierig zu beurteilen. Immer wieder Spaltungen. Die regionale Verankerung ist  sehr unterschiedlich. Sie sind schwächer als die Ursprungspartei, haben aber regional ergebnisser, die an sie heranreichen. > 0,1 halte ich für sicher - aber wieviel? ÖkolinX hätte das Potential für ein Mandat - wenn sie denn mehr Kohle hätten. Außerhalb von Frankfurt sind sie recht unbekannt. Die kürzlichen Versuche in zwei Berliner Bezirken waren eher erfolglos. >0,1 sehe ich sie trotzdem. Jutta Dittfurth ist innerhalb der Linken vielen bekannt.

    0,05 3. Weg, Tierschutz hier, Partei für die Tiere,  SGP --> 0,20.

    3. Weg schätze ich schwächer als die Rechte an - sie profitieren wie diese vom Niedergang der NPD. Auch potentiell für > 0,1.  Tierschutz schwierig für mich einzuschätzen. Ich vermute sie unterbewertet. SGP ist Nachfolge von PSG, die sich von 2009 auf 2014 verschlechterten und beide Male deutlich unter 0,1 aber > 0,05 blieben (9600, 8900 Stimmen). Diem sehr wenig und ÖkolinX marginal  werden von ihnen profitieren.

    0,02 Die Grauen, Violette, BIG, Humanisten  --> 0,08

    Graue eher unterbewertet, Violette auch, BIG möglicherweise. Keine Ahnung wieviel Geld Erdogan in den Wahlkampf steckt und wie er via Ditib oder anderen Kanälen den rechten Weg weist. Humanisten krepeln auch seit Jahren vor sich hin.

    0,005 Die Direkte,  Liebe, Menschliche Welt, NL, Gesundheitsforschung, Volt --> 0,03

    Ja, die werden alle ein paar Stimmen bekommen. In der Gesamtheit vlt. sogar unterbewertet.

    Summe: 1,21

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Märkte und Wahltermine im
März 2012

Im laufenden Monat finden folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen sind eigene Märkte aufgesetzt worden:

  • 06.03. Super Tuesday in den USA
  • 06.03. GOP-Vorwahlen in Ohio
  • 06.03. GOP-Vorwahlen in Virginia
  • 10.03. Parlamentswahl in der Slowakei
  • 11.03. kantonale Wahlen in der Schweiz: Schwyz, St. Gallen, Uri, Waadt
  • 11.03. Volksabstimmung in der Schweiz
  • 13.03. GOP-Vorwahlen in Mississippi
  • 17.03. GOP-Vorwahlen in Missouri
  • 18.03. Bundespräsidentenwahl
  • 20.03. GOP-Vorwahlen in Illinois
  • 24.03. GOP-Vorwahlen in Louisiana
  • 25.03. Landtagswahl im Saarland

neue / kommende Märkte

  • Gemeinderatswahl in Innsbruck
  • Bürgermeisterwahl in Innsbruck
  • Landtagswahl in Schleswig-Holstein
  • Parlamentswahl in Griechenland
  • Parlamentswahl in Frankreich
  • Präsidentschaftswahl in Frankreich
  • kantonale Wahlen in der Schweiz: Thurgau
  • deutscher Fußballmeister
  • Euro 2012

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